GSB 7.0 Standardlösung

Organ- und Gewebespende

Mit dem Organspendeausweis schaffen Sie Klarheit und ersparen ihren Angehörigen unter Umständen eine große Belastung.

Heute kann die Medizin kranken und behinderten Menschen durch eine Organtransplantation die Chance auf ein neues Leben eröffnen. Voraussetzung ist, dass es genügend Organspender gibt. Deshalb bitten wir Sie, sich mit dem Thema Organspende zu beschäftigen und Ihre Entscheidung zu treffen.

In der Frage für oder gegen die Organspende gibt es kein "Richtig" oder "Falsch". Sie können diese Frage nur für sich persönlich beantworten, und niemand hat das Recht, die Entscheidung zu kritisieren. Wichtig ist nur, dass Sie selbst zu einer Entscheidung kommen, diese in einem Organspendeausweis dokumentieren und mit Angehörigen oder anderen nahe stehenden Personen darüber sprechen.

Auf diesem Organspendeausweis kann jeder seine Erklärung zur Organspende für den Todesfall schriftlich dokumentieren. Sie können darauf der Spende von Organen und Geweben uneingeschränkt zustimmen, die Spende beschränken, das heißt bestimmte Organe und Gewebe von der Spende ausschließen oder nur bestimmte Organe und Gewebe spenden, oder einer Spende widersprechen. Wer die Entscheidung nicht selbst oder nicht sofort treffen will, kann sie auf eine andere Person übertragen, zum Beispiel auf den Ehepartner, einen guten Freund oder eine sonstige Vertrauensperson. Um den eigenen Willen unmissverständlich auszudrücken, sollte nur eine der fünf verschiedenen Erklärungsmöglichkeiten angekreuzt werden. In der Zeile "Anmerkungen/Besondere Hinweise" können Sie zum Beispiel eine Person benennen, die im Todesfall benachrichtigt werden soll, etwa weil sie über Ihre Entscheidung informiert ist, oder auf eine Erkrankung hinweisen kann, die für die Spende von Bedeutung sein könnte.

Folgende Organe und Gewebe können derzeit nach dem Tode gespendet und übertragen werden: Herz, Lunge, Leber, Nieren, Bauchspeicheldrüse, Darm und Teile der Haut (Organe) sowie die Hornhaut der Augen, Gehörknöchelchen, Herzklappen und Teile der Blutgefäße, der Hirnhaut, des Knochengewebes, des Knorpelgewebes und der Sehnen (Gewebe).

Es gibt keine feste Altersgrenze für eine Organspende. Ob gespendete Organe und Gewebe für eine Transplantation geeignet sind, ist im Todesfall medizinisch zu beurteilen. Wichtig ist dabei nicht das Alter des Spenders, sondern das biologische Alter seiner Organe und Gewebe. Es ist deshalb nicht erforderlich, dass Sie sich ärztlich untersuchen lassen, wenn Sie nach dem Tod Organe und Gewebe spenden möchten.

Mit dem Organspendeausweis schaffen Sie Klarheit und ersparen ihren Angehörigen unter Umständen eine große Belastung.

Informationen der KVB zur Organ- und Gewebespende (PDF, 18KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Organspendeausweis der KVB (PDF, 2MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Einen Vordruck "Organspendeausweis" können Sie sich auch  hier zum Ausdruck herunterladen.

Weitere Informationen und auch Organspendeausweise erhalten Sie bei folgenden Einrichtungen und Organisationen:

Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Postfach 910152, 51071 Köln

http://www.organspende-kampagne.de/ oder http://www.bzga.de/
E-Mail: info@bzga.de

Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO)
Emil von Behring-Passage, 63235 Neu Isenburg

http://www.dso.de/
E-Mail: presse@dso.de

Kostenfreies (vom Festnetz der Deutschen Telekom)
Infotelefon 0800-90 40 400 (Mo. bis Do. 9 – 18 Uhr, Fr. 9 – 16 Uhr)

Bundesverband der Organtransplantierten (BDO)
Paul-Rücker-Str. 22, 47059 Duisburg

http://www.bdo-ev.de/
E-Mail: geschaeftsstelle@bdo-ev.de