GSB 7.0 Standardlösung

Anschlussheilbehandlung

Unter AHB versteht man eine sogenannte Anschlussheilbehandlung oder auch Rehabilitationsmaßnahme nach einer schweren Erkrankung.

Eine Anschlussheilbehandlung (AHB) liegt vor, wenn sich die Rehabilitationsmaßnahme an einen Krankenhausaufenthalt zur Behandlung einer schwerwiegenden Erkrankung (z.B. nach schweren Unfällen, Gelenkersatz, Herzinfarkt oder Schlaganfall) anschließt oder im Zusammenhang mit einer Krankenhausbehandlung steht. Eine Anschlussheilbehandlung liegt auch vor, wenn die Rehabilitationsmaßnahme nach einer ambulanten Operation, Strahlen- oder Chemotherapie notwendig ist.

Antragsverfahren

Der Antrag auf Anschlussheilbehandlung wird mit dem KVB-eigenen Vordruck „AHB-Antrag“ gestellt. Die AHB muss grundsätzlich vor ihrem Beginn von der KVB genehmigt worden sein.

Die medizinische Notwendigkeit einer AHB wird üblicherweise vom Krankenhausarzt oder der Krankenhausärztin im Befundbericht festgestellt. Die Beschäftigten des Krankenhaussozialdienstes klären mit Ihnen den zuständigen Kostenträger und beraten Sie bei der Auswahl einer geeigneten Behandlungsstätte. Bei Zuständigkeit der KVB, faxt der Sozialdienst den AHB-Antrag zusammen mit dem Befundbericht, in welchem zumeist eine AHB-Einrichtung vorgeschlagen wird, an die Abteilung Rehabilitation bei der KVB Hauptverwaltung. Diese entscheidet über den AHB-Antrag.

Die AHB kann als teilstationäre (ganztägig ambulante) Behandlung am Wohnort, wohnortnah oder stationär beantragt werden. Weiterhin kann die AHB mit oder ohne Einweisung durch die KVB beantragen werden. Bei Genehmigung einer AHB mit Einweisung durch die KVB, wählt die Abteilung Rehabilitation der KVB eine geeignete Rehabilitationseinrichtung aus und gibt dieser bei Genehmigung eine Kostenzusage (Behandlungsauftrag) zum festgelegten Tagespflegesatz. Wird eine AHB ohne Einweisung durch die KVB genehmigt, muss die Patientin oder der Patient selbst eine medizinisch geeignete AHB-Einrichtung auswählen, welche den tariflichen Anforderungen entspricht, und auch den Aufnahmetermin vereinbaren.

Durchführung

Eine AHB wird für die Dauer von drei Wochen genehmigt. Bei einer teilstationären Behandlung entspricht dies 15 Behandlungstagen. Die AHB ist unmittelbar nach der Krankenhausbehandlung durchzuführen, falls keine zwingenden medizinischen Gründe einen späteren Beginn erfordern. Wenn medizinisch notwendig, kann die AHB-Einrichtung eine Verlängerung der Behandlungsdauer beantragen.

Abrechnung und Zuschuss

Wahlleistungen, wie z. B. Chefarztbehandlung und/oder besondere Unterbringung, werden bei einer AHB nicht bezuschusst. Die Mehrkosten der Beförderung zu einem anderen als dem nächstgelegenen Ort, an dem eine geeignete Behandlung möglich ist, sind ebenfalls nicht zuschussfähig.

Der Zuschuss zu den Aufwendungen für eine von der KVB genehmigten AHB beträgt 90% der zuschussfähigen Aufwendungen (keine Vollkostenerstattung!). Der tarifliche Eigenbehalt ist unabhängig von einer Anerkennung als Härtefall zu leisten.

Bei einer AHB mit Einweisung durch die KVB rechnet die Rehabilitationsstätte die Behandlungskosten mit der Abteilung Rehabilitation der KVB direkt ab. Diese stellt dem KVB-Mitglied anschließend den Eigenbehalt in Rechnung.

Bei einer AHB ohne Einweisung ist besonders zu beachten, dass nur Leistungen in Anspruch genommen werden, welche tariflich zuschussfähig sind. Der Patient oder die Patientin bekommt von der AHB-Einrichtung die Behandlungskosten in Rechnung gestellt und muss diese selbst begleichen. Anschließend kann das KVB-Mitglied den Zuschuss bei der Abteilung Rehabilitation der KVB beantragen.

Der tarifliche Zuschuss zu den Beförderungskosten wird bei der Abteilung Rehabilitation der KVB beantragt.

Weitere Informationen

Bei Fragen zu diesem Thema steht Ihnen die KVB Hauptverwaltung, Abteilung Rehabilitation gerne zur Verfügung.