GSB 7.0 Standardlösung

Vorsicht Schadensfall

Die KVB übernimmt auch dann die Kosten für eine Heilbehandlung, wenn Mitglieder in einen Unfall verwickelt wurden.

Bei einem Verkehrsunfall, den ein anderer verursacht hat, kann die KVB beim Verursacher Regress nehmen.

Aber es gibt auch etliche Unfälle in anderen Lebenssituationen, beispielsweise Stürze außerhalb der eigenen vier Wände, Verletzung durch einen tätlichen Angriff, durch einen Hundebiss oder auch Folgeschäden einer nicht fachgerechten medizinischen oder pflegerischen Behandlung.

Im bürgerlichen Recht gilt der Grundsatz, dass derjenige, der einen Schaden verursacht, auch für den Schadensersatz aufkommen muss. Dass die KVB die Kosten für die Heilbehandlung übernimmt, entbindet den Schadensverursacher natürlich nicht von dieser Verpflichtung. Er ist im Rahmen seiner bürgerlich-rechtlichen Haftung verpflichtet, der KVB die Aufwendungen zu ersetzen, die durch das Schadensereignis entstanden sind. Die KVB nimmt den Schadenverursacher „in Regress“. Die Kosten tragen dann letztendlich nicht allein die Mitglieder der KVB, sondern derjenige, der sie verursacht hat.

Die meisten Menschen haben zum Glück eine Haftpflichtversicherung. Für Autofahrer ist eine solche z. B. gesetzlich vorgeschrieben. Daher reguliert die KVB ihre Aufwendungen meist mit dem Haftpflichtversicherer des Schadenverursachers.

Die Regressgruppen der KVB können somit jährlich rund 3,5 Millionen Euro auf der Einnahmeseite verbuchen.

Die Regressgruppen der KVB tragen also dazu bei, sowohl die Leistungsfähigkeit der KVB als auch die Beiträge möglichst stabil zu halten.

Was Mitglieder im Einzelnen tun können:

Vermutet die KVB, dass sie Leistungen aufgrund der Folgen eines Unfalls gewährt, wird ein Unfallfragebogen versandt, den das Mitglied vollständig ausgefüllt zurückschicken muss. Nur so können die Regressgruppen der KVB prüfen, ob und wenn ja gegen wen Regressforderungen erhoben werden können.

Wichtig: Der Unfallfragebogen muss auch zurückgeschickt werden, wenn die Vermutung falsch ist und das Mitglied selbst den Unfall verursacht hat. Das Regressverfahren wird sich aber auch dann niemals gegen das Mitglied selbst richten.

Und wer keinen Unfallfragebogen erhalten hat, obwohl er bei einem Unfall verletzt wurde, sollte sich umgehend bei der KVB melden.