GSB 7.0 Standardlösung

Das Ausfüllen von Unfallfragebögen ist wichtig für alle

Wer den Schaden hat der kann auch in Bezug auf die bei einem Unfall erlittenen Verletzungen darauf vertrauen, dass die KVB oder das BEV als Dienstherr, im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgabe ihrer Verpflichtung nachkommen.

Unfälle sind per Definition Ereignisse, die sich nicht vorhersehen lassen. Sie passieren aber. Leider.

Allzu häufig ist dann der Verunfallte der Meinung, dass er selbst für das schmerzliche Missgeschick verantwortlich ist. Oft trägt der Geschädigte tatsächlich aber gar nicht die Verantwortung für den Schadensfall.

Es können nämlich zum Beispiel Produktionsfehler bei Leitern oder schlecht verlegte Gehwegplatten sein, die zu Unfällen führen. Auch gerade im Herbst rutscht man auf herabgefallenen Ästen oder Laub aus, das vom Verkehrspflichtigen hätte beseitigt werden müssen.

Daher ist das Ausfüllen eines Unfallfragebogens für die jeweilige Krankenversicherung von großer Bedeutung. Denn erst dann können die Fachleute im Regress sich dem Vorgang annehmen, um schließlich festzustellen, wie es eigentlich zu dem Schadensfall kommen konnte und ob ein Dritter den Schaden zu verantworten hat. Dann kann der Schadensersatzanspruch beim Schädiger geltend gemacht und meist erfolgreich durchgesetzt werden.

„Wer den Schaden hat….“ der kann auch in Bezug auf die bei einem Unfall erlittenen Verletzungen darauf vertrauen, dass die Krankenversorgung der Bundesbahnbeamten (KVB) oder das Bundeseisenbahnvermögen (BEV) als Dienstherr im Rahmen ihrer gesetzlichen Aufgabe ihrer Verpflichtung nachkommen und die Kosten des Geschädigten nach den Vorgaben in Satzung, Tarif oder Gesetz erstatten. Durch den so genannten „Forderungsübergang“ werden KVB und BEV jedoch ohne weiteres Zutun per Gesetz oder Abtretung in die Lage versetzt, die an den Geschädigten gezahlten Leistungen beim Schädiger einzufordern.

Übrigens müssen sich die Regressgruppen immer mehr mit so genannten Suizid-Schadensfällen beschäftigen, deren Tragik nicht für Jedermann nachvollziehbar ist.
Jährlich kommt es zu etwa 800 bis 1000 Suizidereignissen, an denen Beamte des BEV als Triebfahrzeugführer beteiligt sind. Im Jahr 2018 waren bei den Regressgruppen von KVB und BEV etwa 40% aller aufgegriffenen Schadensfälle aufgrund solcher Suizidereignisse zu bearbeiten.

Neben den schweren menschlichen Leiden, die meist hinter einem Suizid verborgen sind, sind es die Triebfahrzeugführer, die durch diese tragischen Vorfälle körperliche, vor allem jedoch seelische Schäden erleiden, die zu krankheitsbedingten Ausfällen, oft aber auch zur vorzeitigen Zurruhesetzung führen.

Die Regressgruppen sind in allen diesen Fällen auf die Informationen der Unfallbeteiligten angewiesen und bedienen sich oft der Akten von Polizei oder den Staatsanwaltschaften.

Aber auch bei vermeintlich unbedeutenden Unfällen können Sie uns helfen, wenn Sie uns einen sorgfältig ausgefüllten Unfallfragebogen zusenden. Nur dann besteht die Möglichkeit, dass die Kolleginnen und Kollegen im Regress die Sachlage richtig bewerten und berechtigte Ansprüche beim Schädiger geltend machen.

Dass sich Ihre und unsere gemeinsamen Bemühungen letztendlich in barer Münze auszahlen, lässt sich daran erkennen, dass allein im Geschäftsjahr 2018 für das BEV und die KVB Einnahmen aus Ersatzansprüchen in Höhe von rund neun Millionen Euro erzielt wurden. Unser gemeinsamer Einsatz zahlt sich somit für den Steuerzahler sowie die Mitglieder der KVB aus.