GSB 7.0 Standardlösung

Blütezeit ist Heuschnupfenzeit

Pollenallergiker haben es jetzt schwer

Frühling. Für die meisten Menschen ist es ein Grund zur Freude, wenn nach langen, überwiegend grauen Monaten die Natur wieder zu grünen und zu blühen beginnt. Für Pollenallergiker jedoch – allein in Deutschland zählen mit etwa 15 Prozent der Bevölkerung mehrere Millionen zu den Betroffenen – mehr oder minder eine Zeit des Juckens, Schnupfens, Tränens, der Erschöpfungszustände und der Atemnot. Begonnen hat sie zwar schon mit der Vorblüte von Hasel und Erle im Januar, doch nun hat die Hauptblütezeit der meisten allergologisch relevanten Pollen begonnen, zu denen neben den beiden bereits genannten auch Esche, Birke, Süßgräser, Roggen, Beifuß und Ambrosia gehören.

Zu den wichtigsten Erregern gehört hierbei der Haselpollen, allerdings reagieren sehr viele Menschen auch auf Birken-, Erlen- und Gräserpollen. Die aus den Vereinigten Staaten eingeführte Pflanze Ambrosia wiederum hat die Eigenheit, dass sie erst sehr spät, und zwar im August, mit der Blüte beginnt, die bis in den Dezember reichen kann. Auf diese Weise kann sich die Heuschnupfensaison für manche Betroffene sehr lange hinziehen.

Windbestäubte Pollen sind Auslöser

Wie groß die Belastung für den Einzelnen ist, kommt ganz auf den Grad der Allergie und die Empfindlichkeit gegenüber dem jeweils fliegenden Blütenstaub an. Das Fatale hierbei ist, dass sich dieser über die Luft nahezu überall hin verbreiten kann, und es somit kaum möglich ist, diesem Allergen auszuweichen. Die Befruchtungszellen der Pflanzen entleeren dann bei der Berührung mit der menschlichen Schleimhaut ihren Zellinhalt und lösen in erster Linie Atemwegserkrankungen aus.

Besondere Vorsicht beim Heuschnupfen als häufigster allergischer Erkrankung ist somit geboten, weil er unbehandelt bei etwa einem Drittel der Patienten zu einem Pollenasthma führen kann. Frühe Anzeichen für einen Übergang vom allergischen Schnupfen zum Asthma bronchiale sind: trockener, sekretarmer Reizhusten, Brennen hinter dem Brustbein beim Einatmen, bei Kindern das Nachlassen sportlicher Leistung sowie häufige Infekte der tieferen Atemwege (Bronchitis).

Pollenkonzentration bestimmt Symptomatik


Es liegt in der Natur der Sache, dass der Pollenflug aufgrund regional unterschiedlicher Pflanzenentwicklung und des aktuellen Wetters stets stark schwanken kann. Da hilft es, vorauszuschauen. In Zusammenarbeit mit der Stiftung Deutscher Polleninformationsdienst (PID) erstellt der Deutsche Wetterdienst (DWD) den Pollenflug-Gefahrenindex. Schließlich steht die Intensität des Pollenfluges im direkten Zusammenhang mit den dadurch verursachten allergischen Reaktionen. Hierfür misst die PID an etwa 40 verschiedenen Orten in der Bundesrepublik anhand von sogenannten Pollenfallen den jeweils aktuellen Pollenflug. Die hieraus gewonnenen Daten werden an den DWD übermittelt, der diese wiederum mit den phänologischen Daten und der Wetterprognose koordiniert. Daraus entsteht die Pollenflugvorhersage, die Allergikern über zahlreiche Medien zur Verfügung gestellt werden.


Die Vorhersage


Im Internet findet man diese Prognose unter www.dwd.de/pollenflug und Smartphone-Nutzer können sich die kostenlose App „Pollenflug-Gefahrenindex“ des DWD herunterladen. Die deutschlandweite Vorhersage gilt für zwei Tage, freitags für drei Tage. Als besonderen Service kann sich der Nutzer dieser App mit Hilfe von GPS-Ortung, manueller Gebietsauswahl oder Postleitzahlensuche ein Pollenfluggebiet als persönlichen Favoriten auswählen und als Tabelle anzeigen lassen. Außerdem gibt es ein Widget zur Anzeige der Vorhersage des heutigen Tages für die ausgewählte Region.