GSB 7.0 Standardlösung

Wissenswertes zum Thema „Wahlleistungsvereinbarung“ bei Krankenhausaufenthalten

Gemäß der Tarifstelle 8.6 werden bei erforderlichen Krankenhausaufenthalten Wahlleistungen bezuschusst. Im Folgenden erhalten Sie einen Überblick, was Wahlleistungen sind und wie diese von der KVB bezuschusst werden:

Was sind Wahlleistungen?

Wahlleistungen sind zum Beispiel die Unterbringung in einem Ein- oder Zweibettzimmer oder die Behandlung durch den Chefarzt.

Muss man eine Wahlleistung in Anspruch nehmen?

Nein, bei der stationären Aufnahme in ein Krankenhaus entscheiden Sie, ob Sie so genannte Wahlleistungen in Anspruch nehmen möchten oder nicht.

Wann schließt man eine Wahlleistungsvereinbarung ab?

Wenn Sie Wahlleistungen in Anspruch nehmen möchten, müssen Sie diese Wahlleistungen zu Beginn Ihres stationären Aufenthaltes, schriftlich mit dem Krankenhaus vereinbaren, also noch bevor die Leistungen durch das Krankenhaus erbracht werden.

Was ist, wenn ich die Wahlleistungsvereinbarung nicht selbst unterschreiben kann?

Generell sind Wahlleistungsvereinbarungen erst ab dem Tag gültig, an dem Sie unterschrieben wurden. Sind Sie selbst nicht in der Lage die Wahlleistungsvereinbarung zu unterschreiben, können Sie einen Dritten, z.B. eine Pflegekraft mündlich mit der Unterschrift beauftragen und diese nachträglich genehmigen. Möglich ist auch die Abgabe der entsprechenden Willenserklärung z.B. durch den Ehegatten.

Muss ich die Wahlleistungsvereinbarung bei der KVB einreichen?

Damit nach Ihrem Krankenhausaufenthalt Ihre Erstattungsansprüche geprüft werden können, müssen Sie die unterschriebene Wahlleistungsvereinbarung spätestens zusammen mit der ersten Rechnung (Arztrechnung bzw. Rechnung für die Unterkunft) Ihrer Bezirksleitung vorlegen.

Was wird erstattet?

Aufwendungen für wahlärztliche Leistungen, die aufgrund von Behandlungen durch den Chefarzt entstehen, werden bei Unterbringung in der Regelpflegeklasse mit 100 % der anerkannten Aufwendungen bezuschusst. Bei gleichzeitiger Wahl einer Unterbringung im Ein-/oder Zweibettzimmer beträgt der Zuschuss für diese Arztkosten 80 % der anerkannten Aufwendungen.

Wahlleistungen über die Unterkunft in einem Zweibettzimmer werden mit 80 % der anerkannten Aufwendungen bezuschusst.

Wahlleistungen über die Unterkunft in einem Einbettzimmer werden mit 75 % der anerkannten Aufwendungen bezuschusst.

Gibt es Besonderheiten bei Privatkliniken?

Bei Behandlungen in Krankenhäusern, die nicht dem KHEntgG oder der BPflV unterliegen (Privatkliniken) werden gesondert berechnete Wahlleistungen für die Unterkunft nur nach den in Tarifstelle 8.2 Nr. 3 angegebenen Sätzen bezuschusst.
Da es bei Behandlungen in Privatkliniken zu hohen Selbstbehalten kommen kann, sollte der Bezirksleitung vor Behandlungsbeginn ein Kostenvoranschlag der Klinik zur Prüfung der Erstattungsfähigkeit eingereicht werden.