GSB 7.0 Standardlösung

Informationen zur Bezuschussung von während der Corona-Pandemie entstandenen Aufwendungen

Das Thema „Corona“ wirkt sich mittlerweile auf fast alle Lebensbereiche aus. Auch die KVB setzt sich intensiv mit den Auswirkungen auseinander.

Nachstehend haben wir für unsere Mitglieder unsere wichtigsten Informationen u.a. zum Corona-Test, zu den Aufwendungen für Arzneimittel, die aufgrund von Lieferengpässen nicht zum Festbetrag zu erhalten sind und zu den derzeit nicht durchführbaren Präsenzsitzungen in der Psychotherapie zusammengefasst.

Corona-Test

Selbstverständlich steht die KVB ihren Mitgliedern bei der Abklärung von Verdachtsfällen einer Corona-Infektion zur Seite. Wird ein Corona-Test in einem solchen Verdachtsfall von einem Arzt veranlasst, stellt er für die KVB eine diagnostische Maßnahme dar, die unabhängig vom Testergebnis als medizinisch notwendige Heilbehandlung  betrachtet wird.

Die KVB bezuschusst grundsätzlich den von Ihrem Arzt veranlassten Test nach Tarifstelle 2 mit 90% der anerkannten Aufwendungen.

Darunter fallen neben der Labordiagnostik auf eine Infektion mit dem SARS-CoV-2 mittels RT-PCR auch entstandene Aufwendungen für die Untersuchung/Beratung durch den Arzt sowie der Auslagenersatz (u.a. für die Testmittel) nach § 10 Abs. 1 GOÄ.

Bezuschussung von Aufwendungen für Arzneimittel mit Festbeträgen/Rabattverträgen bei Lieferengpässen

Aufgrund der aktuellen Situation auf dem Arzneimittelmarkt existieren für eine Vielzahl von Arzneimitteln mit Festbetrag nachhaltige Lieferengpässe zu bestimmten Wirkstoffen. Zur Vermeidung von Infektionsrisiken während der Corona-Pandemie soll vermieden werden, dass die Mitglieder die Apotheke mehrfach aufsuchen oder auf andere Apotheken ausweichen müssen, um das verordnete Festbetragsmedikament zu erhalten. 

Daher weicht die KVB in Fällen, in denen für die Zeit der COVID-19-Pandemie ein Arzneimittel, das einer Festbetragsgruppe unterliegt und wegen nachgewiesenen Lieferengpässen nicht zur Verfügung steht oder nicht mit angemessenem Aufwand erhältlich ist, bis zur Beseitigung der Lieferengpässe bzw. dem Ende der Pandemie von der einschränkenden Regelung zur Bezuschussung von Festbetragsarzneimitteln wie folgt ab: 

Machen Mitglieder wegen Lieferengpässen entstandene Aufwendungen über den Festbetrag hinaus geltend, kann deren Bezuschussung ausnahmsweise dann erfolgen, wenn die Apotheke schriftlich bestätigt, dass das Arzneimittel wegen eines Lieferengpasses nicht zeitgerecht zur Verfügung gestanden hat.

Handelt es sich hierbei um Arzneimittel zur Arzneimittelrichtlinie (AM-RL) Anlage III  mit Rabattverträgen, wird sinngemäß durch ausnahmsweise Bezuschussung nicht rabattfähiger Arzneimittel, wie z.B. Reimport, verfahren.

Bitte beachten Sie, dass in diesen Fällen eine Bezuschussung nur möglich ist, wenn dem Rezept eine entsprechende Bescheinigung der Apotheke über einen das an sich zu beziehende Festbetragsmedikament betreffenden Lieferengpass beigefügt wird.

Videosprechstunde Psychotherapie

Da aufgrund der Auswirkungen der Corona-Pandemie genehmigte und bereits begonnene Psychotherapien wegen der steigenden Infektionsgefahr teilweise nicht mehr in Präsenzsitzungen in der Praxis durchgeführt werden können, sind zertifizierte Videosprechstunden oft das einzige Mittel, Therapien aufrecht zu halten.

Aus Fürsorgegründen werden wegen der aktuellen Lage Psychotherapien als Videosprechstunde ausnahmsweise anerkannt, wenn keine anderen Möglichkeiten bestehen, und

  • bereits ein persönlicher Erstkontakt zur Eingangsdiagnostik, Indikationsstellung und Aufklärung stattgefunden hat sowie
  • aus therapeutischer Sicht kein unmittelbarer persönlicher Kontakt mit der Patientin oder dem Patienten erforderlich ist. 

Die Entscheidung, ob unter Berücksichtigung der individuellen Krankheits- und Lebensumstände eine Videosprechstunde durchgeführt werden kann, obliegt dem/der behandelnden Psychotherapeuten/Psychotherapeutin.

Ausgeschlossen ist jedoch die Zuschussfähigkeit der Videosprechstunde für

  • Probatorische Sitzungen
  • Psychotherapeutische Akutbehandlungen
  • Gruppenpsychotherapien und
  • Hypnosebehandlungen.

Aufwendungen für ausschließlich telefonisch erbrachte Leistungen fallen nicht unter die psychotherapeutische Videosprechstunde und sind daher nicht zuschussfähig.